Was wir von Superhelden lernen können - Kieler Nachrichten, 21. Mai 2019

Von Matthias Herzog, (Kommentare: 0)

Kieler Nachrichten, 21. Mai 2019

Was wir von Superhelden lernen können

Karrierecoach Matthias Herzog und Motivationstrainerin Regina Först verraten Tipps - Kostenlose Veranstaltung für Schüler und Azubis

Kiel | Wie finde ich den richtigen Beruf? Woher weiß ich, wo meine Stärken liegen? Wie tickt mein Gegenüber? In der Schule lernt man zwar den Satz des Pythagoras und was Desoxyribonukleinsäure ist, aber Antworten auf diese Fragen bekommen Schüler, Studenten und Auszubildende eher selten. Anhand von vier Vorbildern will Karrierecoach Matthias Herzog das nun ändern.

Pippi Langstrumpf oder doch eher Sheldon Cooper oder Tarzan?
Am Donnerstag, 6. Juni, lädt er am Nachmittag zusammen mit der Förde Sparkasse und den Kieler Nachrichten im Rahmen einer Fachkräfteserie zu einem kostenlosen Event in die Halle 400 in Kiel ein. Mit dabei: Tarzan, Pippi Langstrumpf, Mutter Teresa und Sheldon Cooper.

Was können wir vom Urwaldhelden Tarzan, der Romanfigur Pippi Langstrumpf, der Ordensschwester Mutter Teresa und dem fiktiven Charakter der CBS-Fernsehserie „The Big Bang Theory“, Sheldon Cooper, lernen? Erstaunlicherweise eine ganze Menge.

„Anhand der vier Superhelden können wir die vier wichtigsten Menschentypen identifizieren“, sagt der Kieler Matthias Herzog, der deutschlandweit als Motivationstrainer auftritt. „Wenn ich weiß, wer ich bin und wer mein Gegenüber ist, ist das im Berufs- aber auch im Privatleben von entscheidendem Vorteil.“

Wofür stehen nun die vier Superhelden? Da ist an erster Stelle der „feuerrote“ Tarzan, der vor Selbstbewusstsein strotzt und Macht, Prestige und Status anzieht. „Ein Roter ist handlungsorientiert, liebt schnelle Entscheidungen und das Risiko“, sagt Matthias Herzog. „Er ist kritisch, fleißig, erwartet von sich und anderen Spitzenleistungen.“ Nachteilig wirkt sich allerdings aus, dass er äußerst ungeduldig ist, schlecht zuhört und oft zu schnell zur Sache kommt.

Die „sonnengelbe“ Pippi Langstrumpf ist dagegen immer fröhlich und optimistisch. „Ein Gelber ist einfallsreich, anpassungsfähig und flexibel“, sagt Matthias Herzog. „Er liebt ein lockeres Umfeld, in dem er sich frei ausleben kann.“ Aufpassen muss ein „Gelber“, dass er nicht zu lässig mit der Vorbereitung von Gesprächen und Präsentationen umgeht. Schnell kann er auch auf andere sehr oberflächlich wirken.

Die „erdgrüne“ Mutter Teresa steht für Beständigkeit und Sicherheit. „Der Grüne beschäftigt sich viel mit der Beziehungsebene zwischen Menschen und kann sich hervorragend auf seine Mitmenschen einlassen“, sagt Herzog. Er ist zuverlässig, höflich, aber auch schweigsam. Auf sein Umfeld wirkt er oft verkrampft und angestrengt. Entscheidungen zu treffen, ist nicht unbedingt seine Sache.

Als vierten Typen gibt es den „eisblauen“ Sheldon Cooper, der es liebt, Zahlen, Fakten und Daten zu sammeln. „Ein Blauer wirkt oft etwas steif, still und verschlossen, was den Kontakt mit anderen verhindern kann“, so Matthias Herzog. Sein Bestreben, die perfekte Lösung für ein Thema zu finden, sorgt zudem manchmal dafür, dass ihm die Zeit davonläuft.

Vier Menschentypen, die alle ihre Stärken und Schwächen haben
Während der Veranstaltung wird Matthias Herzog noch viel mehr über die vier verschiedenen Menschentypen verraten. Per App oder Fragebogen können die Teilnehmer anschließend selbst ermitteln, von welchem Typ sie die meisten Anteile haben.

„Alle vier haben ihre Berechtigung“, sagt der Coach. „Es gibt kein Besser oder Schlechter. Aber wer seine Stärken und Schwächen kennt, kann viel leichter die für ihn geeigneten Jobs und Aufgaben finden.“ Auch im Privatleben sei es nützlich, sich und andere im Bezug auf Sprache, Verhalten und Werteverständnis zu kennen. „Nur so wissen wir und unser Gegenüber, was für ein glückliches und erfülltes Leben nötig ist“, sagt der Referent.

Nur jeder achte Arbeitnehmer ist hochmotiviert im Job
„Bis zu 50 Prozent brechen ihre Ausbildung oder ihr Studium ab“, erklärt Matthias Herzog. „67 Prozent der Mitarbeiter in Unternehmen machen Dienst nach Vorschrift. Fast 20 Prozent haben bereits innerlich gekündigt.“ Lediglich jeder achte Arbeitnehmer würde hochmotiviert zur Arbeit gehen. „Das ist viel zu wenig.“

Zusammen mit Motivationstrainerin Regina Först hat er deshalb diese Veranstaltung auf die Beine gestellt. In 90 Minuten werden beide der jungen Generation Tipps für die Zukunft mit auf den Weg geben. Sie bieten einfache Umsetzungsstrategien und Antworten auf die Fragen: Wer bin ich? Was will ich?

Im Anschluss um 17.30 Uhr ist ein kurzes Speeddating mit Personalverantwortlichen regionaler Unternehmen wie dem Mc Arthur Glen Designer Outlet, der Landeshauptstadt Kiel, der Bundeswehr, Aldi und der dm-Drogeriekette geplant. Auch die Förde Sparkasse und die Kieler Nachrichten werden dabei sein.

Möchten Sie wissen, welcher Farbtyp Sie sind? Hier finden Sie einen Gratistest.

Quelle: Kieler Nachrichten
Authorin: Kristiane Backheuer

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