Wie Farben bei der Berufswahl helfen - Kieler Nachrichten, 07. Juni 2019

Von Matthias Herzog, (Kommentare: 0)

Kieler Nachrichten, 07. Juni 2019

Wie Farben bei der Berufswahl helfen

Kiel | Von den knapp 200 Teilnehmern beim „Why-Summit“ hat der Großteil schon einiges ausprobiert. „Ich habe nach dem Abi Praktika im technischen Bereich gemacht“, erzählt Johanna Teut (20). „Jetzt überlege ich, noch ein FSJ zu machen, um zu gucken, ob auch der soziale Bereich für mich in Frage kommt.“
Motivationstrainer Regina Först und Matthias Herzog geben Tipps zur Berufswahl

Technik oder Soziales? Ausbildung oder Studium? Reisen oder ankommen? Diese Fragen beschäftigen viele Schüler und Studenten. Auch die Motivationstrainer Regina Först und Matthias Herzog bekennen, dass sie in jungen Jahren keine richtige Idee von ihrem späteren Beruf hatten. Beim kostenlosen „Why Summit“, den Kieler Nachrichten und Förde Sparkasse im Rahmen der Fachkräfteserie am Donnerstag in der Halle 400 veranstalteten, gaben sie Schülern, Studenten und Auszubildenden deshalb Tipps für die berufliche Zukunft.

„Wenn ihr einen Sinn in euren Aufgaben seht, könnt ihr alles Lernen“, sagt Regina Först, die ihre Karriere im Personalwesen startete, bevor die Gesundheit sie zum Umdenken zwang. „Nur 15 Prozent der Angestellten gehen gerne zur Arbeit. Ich wünsche mir, dass ihr mehr auf euch guckt und euch überlegt, wer ihr seid, anstatt einfach zu machen.“
Farben und Superhelden zur besseren Selbsteinschätzung

Wie das gelingen kann, zeigt Matthias Herzog. Der Motivationscoach nutzt vier Farben, die in Verbindung mit den dazugehörigen Superhelden stellvertretend für vier Menschentypen stehen. Während Typ Rot (Tarzan) der selbstbewusste Macher ist, ist Typ Gelb (Pippi Langstrumpf) der geborene Entertainer. Der grüne Mutter-Teresa-Typ steht für Zuverlässigkeit und Harmonie, während Typ Blau (Sheldon Cooper) der geborene Buchhalter ist, der Fakten liebt und dabei oft etwas zu perfektionistisch ist.

„Wer seine Stärken und Schwächen kennt, kann viel leichter geeignete Jobs finden“, sagt Herzog. „Der Test ist nicht wertend, er soll nur zeigen, dass Typ Grün niemals Auftragskiller werden wird und im Vertrieb eher für den Umgang mit den Bestandskunden geeignet ist, während Typ Gelb super in die Kunden-Akquise passt, weil er offen ist und Spaß am Umgang mit Menschen hat.“ Für den Motivationscoach ist es entscheidend, dass junge Leute selbst aktiv werden und sich mit ihrer Zukunft beschäftigen. „Es kann nicht sein, dass eure Eltern für euch zu Berufsmessen gehen.“ Diese Botschaft nimmt auch BWL-Student Philipp Scheithauer (27) mit : „Es ist wichtig, sich selbst zu finden und offen zu sein, um richtig durchstarten zu können.“

Quelle Kieler Nachrichten, Christian Jahns
Foto: Uwe Paesler

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